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Der Mannheimer Energieversorger MVV Energie will ab Sommer mehrere tausend Haushalte über das Stromnetz ans Internet anschließen. "Wir haben das Pilotprojekt mit 200 Haushalten erfolgreich abgeschlossen und werden im ersten Schritt weitere 3000 Haushalte anschließen", sagte MVV-Chef Roland Hartung in Jerusalem bei einem Besuch beim israelischen Partner Main.net.
Es sei weltweit das erste Mal, dass die Technologie in einer solchen Größenordnung kommerziell eingesetzt werde, sagte der MVV-Chef weiter. "Wir sind bereits in Gesprächen mit fünf anderen Energieversorgern, die ihren Kunden 'Powerline' anbieten wollen, wenn es bei MVV gut läuft." Mit Übertragungsraten von zwei Megabit pro Sekunde sei die Internet-Verbindung über das Stromnetz rund 20 Mal schneller als ISDN.
Main.net und MVV haben im Februar ein Joint Venture, Power Plus Communications (PPC), gegründet, das " owerline" an Kunden in Deutschland und Österreich vermarkten soll. PPC-Vorstandsmitglied Ingo Schönberg sagte, man strebe innerhalb von drei Jahren 500.000 Kunden und Umsätze von 70 Millionen Mark an. Das Unternehmen solle in zwei Jahren profitabel sein. Die Investitionskosten seien gering, weil die Stromkabel schon in den Häusern seien und nur schnelle Modems installiert werden müssten. Der Markteinführung stehen Schönberg zufolge noch juristische Hindernisse entgegen, die aber vermutlich im Juli mit der Verabschiedung eines neuen Gesetzes ausgeräumt würden. |
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